Transidentität

Infoveranstaltung zum Thema an der Käthe

Foto Transidentität

Transidentität – den Begriff haben viele in den Medien wahrgenommen und der eine oder andere kennt jemanden oder hat von jemandem gehört, der davon betroffen ist.

Tatsächlich sind Schülerinnen und Schüler an Berufskollegs rein statistisch in einem Alter, in dem die meisten Outings erfolgen, sei es das Bekenntnis zur Homosexualität, aber auch zur Transidentität, also dazu, sich als Transgender zu fühlen. Und so haben auch wir an der Käthe einige Schüler, die inzwischen sehr selbstbewusst mit ihrer Transidentität umgehen beziehungsweise im Prozess sind, sich auch öffentlich dazu zu bekennen.

Um betroffene Schülerinnen und Schüler besser unterstützen zu können, nahmen zahlreiche Kolleginnen und Kollegen an einer Infoveranstaltung zum Thema teil. Neben einer theoretischen Einführung zum Thema standen den Kolleginnen und Kollegen zwei Schüler, die den Weg zur Angleichung ihrer Identität bereits beschritten haben, sowie eine Beraterin der Beratungsstelle Transbekannt e.V. für Fragen zur Verfügung. Dabei standen vor allem Themen rund um das Thema Schule und Transgender im Mittelpunkt, etwa wie mit Namensänderungen umgegangen werden solle oder die Frage, wie man betroffene Schülerinnen und Schüler am besten beraten könne.

 

INFO: Aus medizinischer Sicht versteht man unter Transidentität aktuell eine Geschlechtsidentitätsstörung, die nach neuer Definition auch Geschlechtsdysphorie genannt wird. Sie liegt vor, wenn sich ein Mensch konstant und dauerhaft psychisch vollständig mit dem Gegengeschlecht identifiziert. In der voraussichtlich ab 2022 geltenden Folgeversion der Krankheitsklassifizierung wird Transsexualität nicht mehr als Störung bezeichnet, sondern unter dem Überbegriff sexueller Gesundheitszustand (sexual health condition) geführt und als Geschlechtsinkongruenz bezeichnet.